Welche Cannabis Produkte sind in Deutschland legal zu kaufen?

Die bekannten Hanfpflanzen enthalten Wirkstoffe, die in der Wissenschaft als Cannabinoide bezeichnet werden. Bei bekannten und wirksamen Nutzpflanzen wie Cannabis Sativa oder Cannabis Indica wurden 60 der als Wirkstoffe analysierten phenolischen Terpenoide untersucht. Davon ist Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) am bekanntesten. Die rechtmäßige Verwendung von Cannabinoiden hängt einerseits von der Wirkung ab und andererseits von der im Endprodukt enthaltenen Dosis. Nach der aktuellen Verordnung dürfen Produkte, die einen natürlichen Gehalt aufweisen und ohne Extraktion gewonnen wurden, frei verkauft werden. Es gibt je nach Anteil sogar Funktionsarzneimittel.

Welche Cannabis Lebensmittel sind in Deutschland legal?

Die Novel-Food-Verordnung der EU schreibt die Verwendung von Cannabis Produkten vor. Der Novel-Food Katalog differenziert hierbei zwischen der Verwendung der natürlichen Pflanze Cannabis und extrahierten oder synthetisch gewonnenen Cannabinoiden. Eine Verwendung von Extrakten in Lebensmitteln ist möglich aber genehmigungsbedürftig. Zulässig ist die seit 40 Jahren übliche Co2-Extraktion. Diese Methode bei der Feuchtigkeit und unerwünschtes Pflanzenmaterial bei der Produktion abgesondert werden, dient auch dazu das Produkt haltbar zu machen.

Welche Cannabis Kosmetikprodukte sind in Deutschland legal?

Die EU-Kosmetikverordnung regelt das nur Samen, die keine THC-Säuren enthalten, oder Teile der männlichen Cannabis Sativa L mit sehr geringem THC-Gehalt für die CBD-Extraktion verwendet werden dürfen. Auch das Betäubungsmittelrecht verbietet Produkte, die oberhalb der Grenzwerte THC enthalten. Anders ist es bei CBD, das nicht als verbotenes Rauschmittel eingestuft wird. Hierbei gibt es keine Einschränkungen für den Besitz höher konzentrierter Extrakte.

Welche Cannabis  Arzneimittel sind in Deutschland legal?

Das Arzneimittelgesetz regelt die Verwendung von Cannabisprodukten im Gesundheitsbereich. Das
CBD kann hier auch unter höheren Mengen für zugelassene und ärztlich verschreibungspflichtige Arzneimittel verwendet werden. Bei einem entsprechend arzneiwirksamen Anteils von CBD oder einer überhöhten Dosierungsvorgabe zum Arzneimittel können auch Cannabisprodukte zugelassen werden. Diese werden dann als Funktionsarzneimittel eingestuft.

Die EU Health-Claims-Verordnung gibt den Herstellern von Cannabisprodukten vor darauf zu achten, dass die Einnahme von höheren Mengen an CBD über das Produkt auch praktisch ausgeschlossen wird. Ebenso sind auch gesundheitsbezogene Aussagen, zum Beispiel zur Heilung streng reglementiert oder untersagt. Es dürfen nur freigegebene Aussagen zu Inhaltsstoffen von Lebensmitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln verwendet werden.